Achtung
Hinweise für das Laden von Lithium-Ion bzw. Lithium Polymer Akkus:
Die Ladegeräte der Miniron/Megaron-Serie sind mit entsprechenden Ladeprogrammen für die Lithium-Systeme ausgerüstet. Im einzelnen könne folgende Akkutypen geladen werden (Softwarestand V4.0x - Stand April 2006):

Mit der Einstellung LI (Lithium-Ion) Lithium System Nennspannung 3,6 Volt und Ladeschlußspannung 4,1Volt

mit der Einstellung LP (Lithium Polymerakkus) mit Nennspannung 3,7 Volt, Ladeschlußspannung bis 4,2 Volt

Allgemeine Funktionsweise: Nach Anschluß des Akkus wird unter dem Menüpunkt "Akkutyp" der zu ladende Akku (hier: Li = Lithium-Ion bzw. LP Lithium-Polymer) gewählt. Mit Bestätigung des Akkutyps startet das Ladeprogramm. Für besondere Einsatzfälle kann hier auf Entladen/Laden oder Entladen umgeschaltet werden. Das Ladegerät hat bei den Lithium-Systemen als Grundeinstellung immer eine Zelle vorgegeben, um zu verhindern, daß ein Ladeprogramm mit falscher Zellenzahl startet. Zuletzt muß daher die korrekte Anzahl der in Serie geschalteten Zellen manuell vorgegeben werden. Parallel geschaltete Einzelzellen werden dabei wie eine Zelle behandelt. Das Ladegerät überprüft die manuelle Einstellung auf Plausibilität, kann dies aber nicht in allen Fällen zuverlässig durchführen. Die Überwachungsempfindlichkeit erhöht sich mit der Ladezeit. Unter Umständen wird eine falsche Zellenzahleinstellung erst während des Ladens erkannt. Bei falsch erkannter Einstellung bricht das Ladeprogramm sofort ab. Die richtige Einstellung der in Serie geschalteten Zellen ist zwingend notwendig. Ist die Zellenzahl zu hoch gewählt, hat dies Überladung zur Folge mit Zerstörung der Zelle. Umgekehrt gilt dies bei einer Entladung. Zu niedrig gewählte Anzahl der Zellen führt zu einer Tiefentladung und damit ebenfalls zur Zerstörung. Es liegt hier allein im Verantwortungsbereich des Anwenders durch korrekte Einstellung von Ladeprogramm und Zellenzahl sicherzustellen, dass keine (Folge-) Schäden durch Ladeabläufe mit unseren Ladegeräten erfolgen. Wir lehnen in diesem Zusammenhang jegliche Verantwortung für Schäden, die in Verbindung mit unseren Ladegeräte durch Nichteinhaltung der Bedienungshinweise erfolgen sollten, ausdrücklich ab.

Akkutyp
           

A123 M1 LiFePo4

Nennspannung 3,3 Volt/Zelle

3,3
6,6
9,9
13,2
15,5
18,8

Lithium-Polymer

Nennspannung 3,7 V/Zelle

3,7
7,4
11,1
14,8
18,5
22,2

Lihium Ion

Nennspannung 3,6 Volt pro Zelle

3,6
7,2
10,8
14,4
18
21,6
Einzustellende Zellenzahl
1
2
3
4
5
6

Sicherheitshinweise:
  • Vergewissern Sie sich mehrfach über die korrekte Einstellung von Akkutyp und Zellenzahl !
  • Niemals Akkupacks unbeaufsichtigt laden !
  • mehrere parallel geschaltete Zellen werden wie eine Einzelzelle behandelt !
  • Niemals Akkupacks in der Nähe brennbarer Medien laden !
  • Nicht im Fahrzeug laden !
  • Legen Sie Akkupacks niemals auf eine brennbare Unterlage !
  • Keine beschädigten oder "aufgeblähte" Zellen anschließen !
  • Blähen sich Zellen währen des Ladens auf, Ladegerät sofort ausschalten und nach einer Wartezeit von mindestens 10 Minuten Akku abklemmen - Vorsicht, in diesem Falle besteht Explosionsgefahr !
  • Lithium Systeme niemals mit Ladeprogrammen für Nickel- bzw. Bleisysteme laden !
  • Nach Ladeschluß Akku sofort abklemmen !
Lithium Systeme besitzen keine Ladungsreserve. Bei in Serie geschalteten Zellen kann es mit der Zeit dazu kommen, dass einzelne Zellen im Verbund zu Ladeschluß eine höhere Spannung aufweisen als andere. Dies kann dazu führen, dass zwar die gesamte Spannung des Akkupacks noch innerhalb des erlaubten Bereichs liegt, nicht aber die einer einzelnen Zelle, die dadurch überladen und zerstört werden kann. Um dies weitestgehend zu vermeiden gehen die Ladeprogramme der Megaron/Miniron Serie in diesem Fall von einer etwas niedrigeren Ladeschlussspannung aus, als es theoretisch möglich wäre. Schließen Sie eine Einzelzelle (oder mehrere parallel geschaltete Zellen) an, ist die einprogrammierte Ladeschlussspannung etwas höher, um die maximal mögliche Akkukapazität zu erreichen. Es ist also generell zu empfehlen, in Serie geschaltete Zellen über Steckverbindungen zu trennen und als Einzelzelle zu laden.
 


 

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